Christoph berichtet von seinen Pflanzerfahrungen in den regionalen Vielfaltsgärten.
Die ersten Pflanzungen Mitte Mai wurden von späten Frösten um den 20. Mai niedergestreckt.
Unsere Bohnen habe ich dann noch einmal in Mischkultur gepflanzt. Die drei Schwestern sind eine uralte Anbaumethode aus Südamerika und verbinden Bohnen, Mais und Kürbis in einer Kulturführung. Das Ergebnis bisher, Beikrautdruck und blanker Boden existieren nicht. Das ist eine enorme Erleichterung. Unsere Bohnen, um die es ja eigentlich geht, sind gut in die Blüte gegangen. Leider haben sie einer Maispflanze die Fruchtkörper stranguliert. Der Kürbis, ein weiterer Mitspieler der Vielfaltsgärten, leidet etwas unter zu feuchtem Mikroklima, da Wind und Sonne durch Bohnen und Mais gestoppt werden. In einem heißen Sommer sicher ein Vorteil.
nützliche Helfer, die Marienkäfer
drei Schwestern, Mais, Bohne & Kürbis
Bohenen ranken am Maisstängel
gut gemulchte Rote Bete
Die Rote Beete habe ich am ersten Juni in ein Zwiebel-Mohrrüben-Beet als Direktsaat gegeben.
Gestern habe ich Zwiebeln und einen Teil der Mohrrüben geerntet. Und mit freudiger Überraschung gut entwickelte rote Beete vorgefunden. Die späte Aussaat dient einer erhöhten Lagerfähigkeit – soweit die Theorie, im Herbst und Winter weiß ich sicher mehr.
Im Kopf geht schon die Planung für das nächste Jahr los – die drei Schwestern werden sicher wieder dabei sein. Allerdings wird nur Mais und Kürbis vorgezogen. Die Bohne kommt als Direktsaat dazu, um dem Mais genug Vorsprung zu geben und die Konkurrenzsituation von Mais und Bohne etwas auszugleichen.
Und, wir suchen weiter nach Menschen und ihren Gärten die mitmachen, um Gemüsekulturen zu regionalisieren, sich auszutauschen und ihr gärtnerisches Wissen weiterzuentwickeln.
Christoph



