Der Weltladen Marburg bietet von April bis Juli 2026 eine neue Veranstaltungsreihe an, die sich kritisch mit den Lebensmitteln, die wir täglich zu uns nehmen, auseinandersetzt und den Bogen um die gesamt Welt spannt.
Was essen wir mit, wenn wir Lebensmittel konsumieren? Für welches Produkt wir uns im Supermarkt entscheiden, kann direkte Auswirkungen auf die Menschen vor allem in Ländern des Globalen Südens haben. Ungleiche Machtverhältnisse bestimmen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Monokulturen, der Einsatz von Gentechnik und Pestiziden beeinflussen die Gesundheit der Arbeitenden, aber auch die Landwirtschaft und das Klima. Es wird mehr Nahrung produziert als jemals zuvor – trotzdem leidet einer von elf Menschen weltweit an Hunger und fast jeder dritte Mensch ist von Ernährungsunsicherheit betroffen.
Gleichzeitig gibt es auch Handlungsalternativen: Unter dem Konzept der Ernährungssouveränität kämpfen Produzent*innen für einen selbstbestimmten Zugang zu Land. Auch für Konsument*innen gibt es Handlungsalternativen. Siegel helfen bei der Orientierung. Daher richten wir den Blick auf die Frage: Wie können wir Ernährung für alle gerechter gestalten und koloniale Kontinuitäten hinter uns lassen?



