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Internationales Jahr der Frauen in der Landwirtschaft

Anlässlich des Internationalen Jahres der Frauen in der Landwirtschaft 2026 hat sich ein breites Bündnis von Verbänden aus Landwirtschaft und ländlichem Raum zusammengeschlossen und eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Das Bündnis fordert die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in ihrer ganzen Vielfalt in allen Bereichen der Landwirtschaft.

Frauen sind zentral für die Zukunft der Landwirtschaft, als Betriebsleiterinnen, mithelfende Familienangehörige, Arbeitnehmerinnen, Saisonarbeiterinnen, Hausfrauen, Mütter, Pflegende oder Ehrenamtliche. Obwohl sie in vielen Betrieben an strategischen Entscheidungen beteiligt sind und elementare Aufgaben übernehmen bleiben ihre Leistungen häufig unsichtbar und rechtlich ungleich anerkannt. Fast 90 % der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland werden derzeit von Männern geführt, und die rechtliche Beteiligung von Frauen an Betrieben ist längst nicht selbstverständlich.

Das Bündnis hat in seiner Erklärung acht Handlungsfelder definiert mit dem Appell an Politik, Zivilgesellschaft und Verbände, in diesen Bereichen aktiv zu werden. „Mit dieser Erklärung laden wir zur Diskussion ein und freuen uns, das Jahr gemeinsam mit vielen Akteurinnen und Akteuren zu nutzen, um die Situation von Frauen wirkungsvoll und nachhaltig in der Landwirtschaft zu verbessern“, schreibt die Arbeitsgemeinschaft für bäuerliche Landwirtschaft (ABL) auf ihrer Homepage.

Ein paar Beispiele: Starke Frauen in der Landwirtschaft

Hier ein Ausschnitt aus einem Live-Interview mit Claudia Smolka von der Seelbacher Ziegenkäserei. Sie ist eine engagierte und passionierte Landwirtin, die mit ihrer kleinen Familie 2010 einen Hof aufgebaut hat, auf dem neben Milchziegen für die Käserei und die Landschaftspflege auch Schweine für die Kreislaufwirtschaft und Rotes Höhenvieh gehalten werden. Neben der traditionellen, handwerklichen Herstellung des Käses werden noch Tierfutter und Kartoffeln für die Direktvermarktung angebaut.

Namora Dietzel, Geschäftsführerin des Siebenhof in Ginseldorf und ihre fast auchschließlich weiblichen Mitstreiter führen einen Bioland-Betrieb, der neben Gewächshaus- auch Freilandkulturen von Gemüse, Obst und Schnittblumen anbaut. Sie haben in den letzten Jahren den wunderschönen Hof in Ginseldorf immer weiter aufgebaut und sich innovativ in eine ganzheitliche Richtung entwickelt, die neben Anbau auch Nachhaltigkeit, Haltbarkeit sowie Bildung, Kreativität und Entspannung bietet.

Hier noch ein Lesebeitrag des SWR, der die Unsichtbarkeit der Frauen in der Landwirtschaft beleuchtet und wie Frauen immer noch benachteiligt werden, z.B. in der Erbfolge und bei der Hofübernahme.

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