In der Ernährung ist der Ingwer (Zingiber officinale) bzw. der im Boden wachsende Teil, das Wurzelrhizom, mitlerweile nicht nur in den asiatischen Ländern verbreitet. Gerne nutzen wir ihn frisch als auch getrocknet und gemahlen und er zählt inzischen zu den bekannteren Küchenkräutern und Gewürzen. In Asien wird er auch oft frisch in Sirup eingelegt. Uns versüßt er als kandierte Würfel oder Ingwerkonfitüre den Alltag. In den Tropen werden aber auch die jungen Sprossen der Pflanze in der Küche verwendet und als Gemüse oder Kraut zum Würzen zubereitet. Zudem wird er traditionell in Japan als in Essig eingelegte dünne Scheiben zum Sushi gereicht.
Ebenso verbreitet ist es den Ingwer als (Heiß-)Getränk oder Ingwer-Bier (Ginge Ale) oder Limonade zu verarbeiten und zu genießen. Er schmeckt nicht nur gut und erfrischend, sondern hat auch positive Wirkungen auf unseren Körper und unsere Gesundheit.
Dem Wurzelrhizom werden einige gesundheitliche Wirkungen zugesprochen. Viele Menschen trinken ihn, wenn sie Erkältungsbeschwerden haben, denn seine Inhaltsstoffe wirken antientzündlich. Er wird deswegen auch in der traditionellen chinesischen Medizin bei der Behandlung von Rheuma und Arthrose eingesetzt. Er hilft aber auch gegen Übelkeit und Magenverstimmungen.
Zurecht wurde der Ingwer vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde zur Arzneipflanze des Jahres 2026 gekürt.
Meist wird die Wurzel noch aus Peru oder China importiert, nicht selten mit Pestiziden belastet und mit einem großen Transportweg und somit CO2-Fußabdruck. Vereinzelt wird er mittlerweile in Deutschland angebaut. In Bio-Qualität bietet ihn z.B. die Gärtnerei Niedermaier in Bamberg an, und an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau wird Ingwer angebaut und an den Anbaumethoden geforscht.



