Der Bedarf an Ferienspielen für Schulen wird immer größer. Verantwortliche in Politik und Gesellschaft rufen aktiv mögliche Ausführende an, um diese Plätze zu besetzen.
Wir als Ernährungsrat sehen gerade in der Landwirtschaft bzw. in landwirtschaftlichen Betrieben ein enormes Potential Ernährungsbildung ganz praktisch und spielerisch zu vermitteln.
Leider reichen die bisherigen klassischen Finanzierungstöpfe, wie Bauernhof als Klassenzimmer oder das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN), nicht aus, um eine passende Infrastruktur für Ferienspiele in einem sinnvollen und pädagogischen Umfang aufzubauen. Die Fleckenbühler, Betreiber einer sozialen Landwirtschaft, bieten seit zwei Sommern in eingeschränktem zeitlichen und inhaltlichem Umfang der Gemeinde Dautphetal Ferienspiele an, die auch dankend angenommen werden. Alle Beteiligten, vor allem die Kinder, sind begeistert davon Landwirtschaft hautnah zu erleben und Zusammenhänge verstehen zu lernen. Der direkte Kontakt z.B. mit den Tieren und den Tätigkeiten in der Landwirtschaft bietet den Teilnehmenden eine besonders nachhaltige (Lern)erfahrung.



Damit auch anderen Gemeinden oder der Stadt Marburg solch ein Angebot auf Hof Fleckenbühl oder auf einem der vielen engagierten landwirtschaftlichen Betriebe gemacht werdern kann, braucht es neue Finanzierungsformen, die helfen ein umfangreiches und lehrreiches Angebot zu realisieren.
Fotos: David Rempen (Fleckenbühl)



